Die Wortfolge

Wortfolge in einfachen Sätzen

Die Wortfolge im Deutschen relativ frei. Nur der Platz von Prädikat und Subjekt ist genau definiert. Die Position der anderen Satzglieder ist dagegen nicht so eindeutig. Ihre Stellung im Satz hängt oft davon ab, was der Sprecher oder Schreiber betonen möchte.

In einem Aussagesatz und auch in einem Fragesatz, der mit einem Fragewort beginnt, steht das finite Verb(der Prädikatsteil, der je nach Person verschiedene Endungen hat) an zweiter Stelle.

An zweiter Stelle steht das finite Verb auch, wenn der Satz mit  direkter Rede oder  einem Nebensatz beginnt.

Das Subjekt steht  am Beginn des Satzes oder  direkt hinter dem finiten Verb.

Sie geht heute ins Kino.

Heute geht sie ins Kino.

Ins Kino geht sie heute.

 

Das Prädikat besteht oft aus zwei Teilen. Dann steht der infinite Teil des Prädikats (die Verbform, die in allen Personen identisch ist), am Ende des Satzes (in Beispiel und  der erste Teil bei trennbaren Verben, in Beispiel  der Infinitiv, bei  und  das Partizip II). Zusammen bilden beide Prädikatsteile die Verbklammer, die typisch für die Wortfolge im deutschen Hauptsatz ist.

Sie ist heute ins Kino gegangen.

Wir haben gestern viel gelernt.

Sie wird morgen zu uns kommen.

Ich habe heute Kopfschmerzen.

Er ist sehr bekannt.

Sie wird sicher eine gute Lehrerin.

Wir müssen noch viel lernen.

Der Zug kommt um 21:00 Uhr an.

 

In  Frage- und  Befehlssätzen (Imperativ) muss das finite Verb an erster Stelle stehen:

Bleibt er mit uns?

Muβ ich mit euch gehen?

Darf ich Ihnen etwas zu trinken anbieten?

Ist sie schon gekommen?

Nehmen Sie doch bitte Platz!

 

 

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